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Aktuelles

In diesem Bereich finden Sie Beiträge aus den Bereichen Bergbauerbe, Montangeschichte sowie Sammlungs- und Objektforschung. Diese werden Ihnen mit den aktuellen Neuigkeiten aus den bergbaulichen Sammlungen und Museen zur Verfügung gestellt.

 

Außerdem finden Sie hier den das Objekt des Monats und den Fund des Monats. In beiden Kategorien möchten wir Ihnen anhand eines exemplarischen Objekts aus den Musealen Sammlungen und Beständen des montan.dok etwas über Montangeschichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählen.

Bergleute als Comic-Helden: Die Abenteuer von Pic und Briquet

Comics, Karikaturen und lustige Bilder waren in den 1950er- und 1960er-Jahren fester Bestandteil vieler Werks- und Zechenzeitschriften. Sie dienten sowohl der Unterhaltung als auch der betrieblichen Kommunikation. Ein inhaltlicher Bezug zum Bergbau war dabei nicht immer gegeben. Die Witzseite der Werkszeitung der Klöckner-Zechen „Unser Pütt“ thematisierte beispielsweise nur gelegentlich das Leben der Bergleute. In der Zeitschrift „Grubensicherheit“ des Oberbergamts Dortmund fanden die Leser:innen dagegen regelmäßig den kurzen Comicstrip „Lau und Schlau“, der humorvoll auf Gefahren des Arbeitsalltags aufmerksam machte und korrekte Verhaltensweisen propagierte.

Call for Paper: Industrial Heritage Conservation Symposium 2023

Vom 19. bis 20. Oktober 2023 findet im Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen die Tagung „Industrial Heritage Conservation Symposium 2023. Good practice der Industriedenkmalpflege im Ruhrgebiet und östlichen Europa“ statt. Die Tagung setzt sich mit den praktischen

Schlachten auf dem Papier: Das Flugblatt als Medium der Meinungsbildung im Kampf um das Ruhrgebiet

Die Zeit der Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Soldaten 1923 gilt als eine der produktivsten Phasen der Flugblattherstellung. Die Propaganda auf deutscher Seite versuchte, die Besetzer als Barbaren zu diskreditieren und deren Präsenz im Ruhrgebiet als Verstoß gegen das Völkerrecht in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern. Französische Flugblätter wehrten diese Vorwürfe ab und präsentierten die Ruhrbesetzung stattdessen als legitime und friedliche Maßnahme zur Durchsetzung der im Versailler Vertrag festgeschriebenen Reparationsverpflichtungen des Deutschen Reichs. Überlieferungen aus dieser Zeit zeigen aber auch, dass die Reihen der nationalen Fronten keineswegs immer so geschlossen waren.

Ein Kompass an der Leine

Der Gebrauch eines Magnetkompasses ist heute weitgehend aus dem Alltag verschwunden. Bewegt man sich in unbekanntem Gelände, so nutzt man meist moderne, via Satellit betriebene GPS-Systeme. Dass dies über viele Jahrhunderte anders war, dafür liefert das bergbauliche Vermessungswesen, die so genannte Markscheidekunde, ein anschauliches Beispiel. Der hier vorgestellte Hängekompass aus Messing verweist zurück in das 17. Jahrhundert und zählt mit seiner eigentümlichen Konstruktion zu den wichtigen Innovationen im Vermessungswesen dieser Zeit.

Deutsches Bergbau-Museum Bochum ist Teil von NFDI4Objects

Zu Beginn des Monats hat das Konsortium „NFDI4Objects – Eine Forschungsdateninfrastruktur für die materiellen Hinterlassenschaften der Menschheitsgeschichte“ seine Arbeit aufgenommen. Sie repräsentiert eine breite Community, die sich mit den materiellen Überresten der Menschheit aus einem Zeitraum von rund

Der Boxhandschuh der Fraueninitiative Sophia-Jacoba

Bergbau gilt als Männersache. Das scheint für die Arbeit unter Tage genauso zuzutreffen wie für die Protestgeschichte des Strukturwandels. Schaut man allerdings genauer hin, sieht es meist anders aus. Frauen waren durch die drohenden Zechenschließungen im Steinkohlenbergbau genauso betroffen wie ihre Männer und engagierten sich häufig mit großer Sichtbarkeit für den Erhalt ihrer lokalen Bergwerke. Ein Beispiel dafür ist die Fraueninitiative Sophia-Jacoba.

Mehr als reine Zahlen – Frauen auf Zeche in historischen Überlieferungen

„Habe heute eine Anfrage zu meinem Opa, der im Bergbau beschäftigt war.“ „Und Ihre Oma?“: Regelmäßig laufen genealogische Anfragen im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum von Nachkommen ehemaliger Bergleute ein. Sie suchen genauere Angaben zur Art der Beschäftigung oder den Todesumständen ihrer Vorfahren oder einfach einen Nachweis, dass der Gesuchte auf einer bestimmten Zeche tätig war. Bisher war dabei noch keine Anfrage, soweit bekannt, die sich um eine im Bergbau tätige Vorfahrin dreht. Dabei gab es solche Frauen. Und sie haben auch Spuren in der Überlieferung hinterlassen.

Technische Modelle der Kokereiindustrie als Marketinginstrument: Der Otto-Hoffmann-Regenerativofen

Dass technische Modelle in fachbezogenen Museen seit langem eine wichtige Rolle spielen, wird niemanden überraschen. Vielmehr gehörten sie während des gesamten 20. Jahrhunderts neben Dioramen und technischen Artefakten zum Kernbestand musealer Präsentation in den technischen Museen, die sich in ihrer Konzeption in der Regel auf das 1903 gegründete Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik in München zurückführen lassen. Nicht immer war die Anfertigung der Modelle aber von vornherein musealen Zwecken geschuldet, wie sich an dem Modell eines Otto-Hoffmann-Regenerativofens aus dem Bereich der Kokereiindustrie veranschaulichen lässt.

„Überall herrschten Heiterkeit und gute Laune“: Bergleute feiern Karneval

Die gebürtige Rheinländerin im Ruhrgebiet flieht gerne zu Karneval zurück in die Heimat, um hier die fünfte Jahreszeit adäquat begehen zu können. Doch auch das Ruhrgebiet hat zu Karneval etwas zu bieten: In den Beständen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum findet man den einen oder anderen Hinweis auf das Feiern der Bergleute in der närrischen Zeit längst vergangener Tage.

Endspurt für „Gras drüber …“

Noch bis zum 15. Januar 2023 ist die Sonderausstellung „Gras drüber … Bergbau und Umwelt im deutsch-deutschen Vergleich“ im Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, zu sehen. Drei bergbaulich gewonnene Bodenschätze, zwei Staaten und eine Mammutaufgabe stehen im Fokus und