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Bexbach , Saarland

Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach

Mit der Schließung der unrentabel gewordenen Grube Sankt Barbara endete 1959 der Bergbau in Bexbach. Doch ist mit dem Saarländischen Bergbaumuseum der Bergbau am Ort weiterhin präsent. Es wurde 1934 in dem ursprünglich als Wasserturm geplanten Hindenburgturm als städtisches Heimat- und Grubenmuseum eröffnet. Nach dem Krieg stark erweitert, erstrecken sich die Ausstellungen heute auf vier Etagen mit einem Anschauungsbergwerk im Untergeschoß. 1993 zog sich die Stadt aus der Förderung zurück und es kam zur Gründung des Trägervereins „Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e.V.“ Das Museum ist das einzige Museum des Saarlandes, das die Geschichte des regionalen Bergbaus umfassend darstellt.

 

Die Objekte stammen überwiegend aus dem saarländischen Bergbau und lassen sich bis in das 19. Jahrhundert zurückdatieren. So finden sich Sammlungen zu den Themen Geleucht, Werkzeuge, Ausbautechnik, Förderung und Transport sowie zur Markscheidekunde. Eine Besonderheit ist die sehr umfangreiche Sammlung zum Thema „Sicherheit im Bergbau“, wo Rettungsgeräte, Tauchausrüstungen sowie Geräte zum Staub- und Lärmschutz und zur Wettermessung zu sehen sind. Eine eigene Etage ist dem Leben und Wohnen der saarländischen Bergarbeiter gewidmet. Hier finden sich Modelle von Bergarbeiterhäusern, ein originales Etagenbett aus einem Wohnheim und das Büro eines Bergwerksdirektors. Im Anschauungsbergwerk und auf dem Freigelände sind weitere große Maschinen und Geräte, darunter Ausbauschilde, Lokomotiven, eine Fördermaschine der Grube Frankenholz von 1949 und der letzte saarländische Kettenförderer aus dem Bergwerk Ensdorf von 2012 aufgestellt. Bexbach besitzt zudem zahlreiche Gemälde mit Industrie- und Zechenanlagen, darunter auch einige des Industriemalers Walter Bernstein (1901-1981). Eine umfangreiche Geleuchtsammlung und eine kleine Sammlung mit geologischen Fundstücken befinden sich im Erdgeschoß. Auch sind eine Bibliothek und ein kleines Archiv vorhanden.

 


Niederbexbacher Straße 62, 66450 Bexbach


Ansprechpartner
Wolfgang Imbsweiler
+49 6826 4887

Träger
Verein Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e.V.

Literatur

Slotta, Delf/Reinhardt, Thomas: Gruben und Bergbaulandschaften im Saarland. Letzte Seilfahrt – Fotografien von Fördertürmen, Bergehalden und Absinkweihern, Dillingen/Saar 2012, S. 128-135.

Ruth, Karl Heinz/Hemgesberg, Franz: Das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach, Berlin 2000.

Wild, Heinz Walter: Schau- und Besucherbergwerke in Europa. Der Begleiter zu den schönsten Schau- und Besucherbergwerken, Haltern 1998, S. 94 f.

Scherer, Gabriele: Bergbau lebt hier nur noch im Museum – Zur Geschichte des Steinkohlenabbaus in Bexbach, in: Krick, Hans-Werner (Hrsg.): Grubenstandort Saarpfalz. Das übersehene Saarrevier, St. Ingbert 1995, S. 77-107.

Ruth, Karl Heinz: Stollen und Schächte im Steinkohlenbergbau an der Saar 19: Grube St. Barbara, Saarbrücken 1990.

49.34244, 7.261088