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Hückelhoven , Nordrhein-Westfalen

Förderverein Schacht 3 e.V.

Im Jahr 1914 begann die Zeche Sophia Jacoba in Hückelhoven mit der Förderung der ersten Anthrazitkohle und 1922 ging eine dazugehörige Brikettfabrik in Betrieb. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage ausgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer der modernsten und produktivsten Anlagen in Deutschland weiterentwickelt. 1991 erfolgte der Beschluss, das Bergwerk bis 1997 stillzulegen.

 

Über fast hundert Jahre hinweg hat das Bergwerk den Wohlstand des Ortes begründet. Heute erinnern ein Förderverein und ein Museum an die Geschichte der Schachtanlage. Über den 1997 gegründeten Verein konnten das Maschinenhaus und der dazugehörige Förderturm von Schacht 3 erhalten werden, die sich heute beide im Besitz der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur befinden. In der Maschinenhalle, die als Versammlungsort dient, sind rund um die Fördermaschine von 1966 Schränke mit Bergbau-Erinnerungsstücken aufgestellt. Ein über Tage befindliches Anschauungsbergwerk, ein ca. 150 m langer Streckenausbau, beherbergt Maschinen und Werkzeuge aus dem früheren Ausbildungsstollen, darunter ein funktionstüchtiger Hobelstreb und eine Einschienenhängebahn. Auch die Schachthalle rund um das Fördergerüst ist zu besichtigen. Hier findet sich neben dem letzten Förderwagen auch eine Lampenstube. Auf dem Außengelände sind Lokomotiven und Waggons aufgestellt, darunter das älteste Objekt der Sammlung, eine Lokomobile von 1906, die einst in der Wasserhaltung zum Einsatz kam.


Sophiastraße 30, 41836 Hückelhoven


Ansprechpartner
Detlef Stab
+49 171 367 5012

Träger
Förderverein Schacht 3 Hückelhoven e.V.

Literatur

Farrenkopf, Michael/Przigoda, Stefan: Schwarzes Silber. Die Geschichte des Steinkohlenbergwerks Sophia-Jacoba, 2. überarbeitete Auflage Hückelhoven 1997.

51.057803, 6.216022