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Essen , Nordrhein-Westfalen

Koreanisches Kulturzentrum - Deutsch-Koreanisches Bergbau-Museum

Über ein 1963 geschlossenes Anwerbeabkommen mit Südkorea kamen bis 1977 ca. 10.000 Krankenschwestern und 8.000 Bergarbeiter nach Deutschland. Der Grund hierfür lag im Mangel an Arbeitskräften auf den Ruhrgebietszechen und im Aachener Revier sowie der Hoffnung der südkoreanischen Regierung, dass die Migranten mit der finanziellen Unterstützung ihrer Familien zu Hause einen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung des verarmten Landes leisten würden. Einige der Gastarbeiter reisten bald weiter in die USA und nach Kanada, andere blieben und gründeten in Deutschland Familien. Ab 1977 wurde ihnen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland gestattet.

 

Das 2011 gegründete koreanische Kulturzentrum in Essen ist ein Treffpunkt für ca. 1.000 in Deutschland verbliebenen Koreaner und ihrer Nachkommen und hält über die dort ausgestellten Objekte die Erinnerung an ihre Geschichte wach. Die Sammlung besteht vor allem aus für den Bergbau typischen Erinnerungs- und Gedenkobjekten und unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von anderen lokal ausgerichteten Bergbausammlungen. Eine Besonderheit der Ausstellung sind jedoch die zahlreichen Fotografien aus Privatbesitz: Sie zeigen das Leben der Migranten seit den 1960er Jahren, ihren Alltag und ihre Familien. Damit ist die Sammlung für eine bergbauspezifische Migrationsgeschichte von besonderer Bedeutung.

 


Meistersingerstr. 90, 45307 Essen


Ansprechpartner
Haeng-Ja Fischer
+49 234 590480

Träger
Verein koreanischer Krankenschwestern und Krankenpflegerinnen inder BRD e.V.

Literatur

Young-Seun Chang-Gusko, Nataly Jung-Hwa Han, Arnd Kolb (Hrsg.): Unbekannte Vielfalt. Einblicke in die koreanische Migrationsgeschichte in Deutschland, Köln 2014.

51.456702, 7.090366