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Neukirchen-Vluyn , Nordrhein-Westfalen

Museum Neukirchen-Vluyn

Im Jahr 1912 begann die Niederrheinische Bergwerksgesellschaft zwischen den beiden Ortschaften Neukirchen und Vluyn mit dem Abteufen eines ersten Schachtes der künftigen Zeche Niederberg. Im Jahr 1917 nahm die Anlage die Förderung von Anthrazitkohle auf, die in einer 1924 gebauten Brikettfabrik weiter verarbeitet wurde. Mit dem Einzug der Kohleindustrie veränderten sich die beiden Ortschaften. Es entstanden Zechensiedlungen für die neu zugezogenen Bergleute mit ihren Familien, ein Bahnhof und weitere Sozialeinrichtungen. Die Stilllegung der Zechenanlage 2001 bedeutete daher einen tiefen Einschnitt in die Stadtgeschichte. Derzeit entsteht auf dem ehemaligen Zechengelände mit dem Bau von Wohnquartieren und einem Gewerbepark ein neues Stadtviertel.

 

Aus der Sammlung der in den 1950er Jahren gegründeten Heimat- und Verkehrsvereine Neukirchen und Vluyn entstand 1976 ein Heimatmuseum samt dazugehörigem Archiv. Die ca. 400 Objekte umfassende Bergbausammlung stammt von der Zeche Niederberg. Hervorzuheben sind, neben zahlreichen Gebrauchs- und Alltagsgegenständen, ein Konvolut von Grubenlampen aus Privatbesitz, ein Modell der Zechenanlage, ein festeingebauter Türstock aus Holz, eine für Bergarbeiterwohnungen typische Kücheneinrichtung sowie eine Hl. Barbara, die im Foyer des örtlichen Rathauses aufgestellt ist. Das Gemälde eines Continous Miners weist auf den erstmaligen Einsatz dieser Maschine im Jahr 1954 hin. Das Archiv verfügt über einen umfangreichen Fotobestand sowie über Karten und Planzeichnungen.


Von-der-Leyen Platz 1, 47506 Neukirchen-Vluyn


Ansprechpartner
Jutta Lubkowski
+49 2845 20657

Träger
Ortsgeschichtliches Museum Neukirchen-Vluyn e.V.

Literatur

Grütter, Heinrich Theodor (Hrsg.): Museumshandbuch Ruhrgebiet. Kunst, Kultur und Geschichte, Essen 2003, S. 345.

Berndt, Helmut: Chronik der Schachtanlage Niederberg (1911-1986), Neukirchen-Vluyn 1987.

51.440961, 6.571897