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Witten, Nordrhein-Westfalen

Zechenhaus Herberholz

Muttentalstraße 32, 58456 Witten

Das im Muttental in Nähe des historischen Bethauses gelegene Zechenhaus zeigt seit 1982 eine vorwiegend technische Sammlung, die der Förderverein bergbauhistorischer Stätten, Arbeitskreis Witten, betreut. Er ist zugleich für den Unterhalt des ca. 9 km langen Bergbauwanderwegs durch das Muttental zuständig. Hier veranschaulichen Pingen, Stollen, Bergehalden und Nachbauten von Förderanlagen die historischen Wurzeln des Ruhrbergbaus.

 

Die Objekte stammen von verschiedenen Bergwerken und Zulieferern des Ruhrgebiets und sind für die Besucher frei zugänglich. Zu sehen sind u.a. eine Zusammenstellung alter durch Transmission angetriebener Dreh- und Bohrmaschinen, ein Einkolben-Luftkompressor der Firma Flottmann, Pumpen für die Wasserhaltung, verschiedene Stempel und Ausbauschilde, ein Panzerförderer mit Kohlenhobel, Förderwagen verschiedener Bauart sowie eine Lampenstube vom Bergwerk Ibbenbüren. Ein ungewöhnliches Objekt ist ein Sarg mit der Aufschrift "Ruhrkohle", der 1997 während der Demonstrationen gegen Subventionskürzungen und Zechenstilllegungen von den protestierenden Bergleuten mitgetragen wurde.


Träger
Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. Arbeitskreis Muttental

Literatur
Koetter, Gerhard: Von Flözen, Stollen und Schächten im Muttental. Ein Wanderführer durch die Bergbaugeschichte an der Ruhr, 2. Auflage Essen 2007.
Koetter, Gerhard: Geologie und Geschichte des Wittener Bergbauwanderwegs, Witten 2001.
Koetter, Gerhard: Bergbauwanderweg Muttental. Ein Wanderführer durch die Anfänge des Steinkohlenbergbaus an der Ruhr, Witten 1998.
Kiendl, Andrea/Telsemeyer, Ingrid: Vom Bethaus zur Kohle. Bergbaugeschichte im Wittener Muttental und Ruhrtal, Münster 1995.

51.421021, 7.317971